- Kellerarbeiten -

Die Kunst, den besten Wein hervorzubringen, erfordert großes Wissen und Erfahrung. Auch hier geht es um Achtung vor dem Leben und die Fähigkeit, sich in die Natur hineinzuversetzen.

Zum besten elsässischen Wein gehören zunächst die besten Trauben. Die Pflege und Sorge, die der Rebe zu jeder Jahreszeit zuteil wurde, wird in gleicher Weise bei der Kellerarbeit fortgesetzt.
Die Trauben werden zum optimalen Reifezeitpunkt jeder einzelnen Parzelle von Hand gelesen und vorsichtig bis zum Kelterraum transportiert. Wir keltern die Trauben mit größtmöglicher Vorsicht und lassen den Traubensaft langsam in einen Behälter tropfen. Wir lassen uns Zeit, die erforderliche Zeit, um den besten Saft zu pressen.

Nach einer Nacht Ruhe hat sich der Most auf natürliche Art geklärt, die gröbsten Trubbestandteile haben sich auf dem Behälterboden abgesetzt. Der Most wird anschließend in großen Holzfässern oder Stahltanks vergoren. Dabei werden keinerlei Zuchthefe oder fremde Substanzen zugesetzt. Wir lassen die natürlichen Hefen der Trauben ihre sanfte Gärung beginnen, ihrem eigenen Rhythmus gehorchend, um die Zuckerstoffe der Trauben umzuwandeln. Im darauf folgenden Winter finden weitere Gärvorgänge statt, die den Wein beständig machen. Dieser langsame, natürliche Gärungsprozess führt dazu, dass der Wein sein komplexes Wesen preisgibt und sich jedes Jahr und auf jeder Parzelle unseres Weingutes in neuer Einzigartigkeit darstellt.

Wenn der Wein fertig ist, warten wir auf den besten Moment, um ihn in Flaschen abzufüllen. Eine leichte Klärung im Frühjahr macht den Wein klarer und verleiht ihm Glanz. Die Weißweine werden dann vor der neuen Ernte im August und im September in unserem Weinkeller in Flaschen abgefüllt. Dann ruhen sie bis zu dem Moment, wo wir sie für reif genug halten, auf Ihrem Tisch zu erscheinen.

Beim Rotwein aus dem Pinot Noir ist der Herstellungsprozess etwas komplexer: Der Pinot Noir ist ein Wein mit weißen Trauben, die Farbe stammt aus der Haut der Trauben. Um Rotwein zu machen, müssen die Traubenschalen während des gesamten Gärungsprozesses in der Maische verbleiben. Die festen Teile der Trauben haben die lästige Eigenschaft, sich oben auf der Maische abzusetzen. Diese müssen daher regelmäßig in den Saft eingearbeitet werden, damit der Kontakt so intensiv wie möglich ist.
Morgens und abends wird der Wein von Hand mit einem Werkzeug an einem langen Stab umgerührt, damit die festen Bestandteile wieder gut mit der Maische vermischt werden. Nach der Gärung wird der Pinot Noir gekeltert und vor der Abfüllung in Flaschen 6 bis 10 Monate in Eichenfässern aufbewahrt. Je nach der natürlichen Klärung des Weins wird der Wein leicht oder gar nicht gefiltert.

 

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